Stadt, Staub, Wasser – das BMBF auf der Deutsch–Chinesischen Promenade in Wuhan

Vom 23. bis 31. Oktober gastierte Deutschland in der 9-Millionen-Stadt Wuhan, der Hauptstadt der zentral-chinesischen Provinz Hubei, und präsentierte sich auf der fünften Station der Veranstaltungsreihe “Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung (DuC)“. Auch in Wuhan standen Umweltthemen und nachhaltige Stadtentwicklung im Mittelpunkt – insbesondere im Lotus-Pavillon des BMBF.

„Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ ist die bislang größte deutsche Veranstaltungsreihe im Ausland. Wuhan ist nach Nanjing, Chongqing, Guangzhou (in Kanton) und Shenyang bereits die fünfte Station. Übergreifendes Thema der Veranstaltungsreihe, die unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler und Staatspräsident Hu Jintao steht, ist nachhaltige Stadtentwicklung. Deutschland bietet China an, gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der rasanten Verstädterungsprozesse zu entwickeln und umzusetzen. Das Herzstück jeder Station bildet die „Deutsch-Chinesische Promenade“: An einem zentralen Ort, in Wuhan war es der Jiangtan-Park im Stadtteil Hankou, präsentieren deutsche Unternehmen, Bundesministerien, Bundesländer, Städte und andere Institutionen nachhaltige Ideen zu urbanen Fragen, begleitende Konferenzen und Symposien greifen diese Ideen auf und entwickeln sie weiter. Ein gelungenes Beispiel dafür war die Ausstellung des BMBF im Lotus-Pavillon.

Stadt, Staub und Wasser



Besucher des Lotus-Pavillons in Wuhan
Fotos: BMBF

„Die Stadt – Der Staub – Das Wasser“, dies waren die Schwerpunkte der Ausstellung zum Thema „Nachhaltige Stadtentwicklung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des „Deutsch-Chinesischen Jahres der Wissenschaft und Bildung 2009/2010“. Die Ausstellung zeigte anhand aktueller Forschungsprojekte in den Bereichen Strukturwandel, nachhaltiges Bauen, nachhaltige Wassernutzung, Luftverschmutzung und Berufsbildung Herausforderungen wachsender Großstädte exemplarisch auf und stellte Lösungsansätze vor. Darüber hinaus konnten sich Studenten und Wissenschaftler über deutsche Bildungs- und Forschungseinrichtungen informieren. Ergänzt wurde die Ausstellung durch eine Reihe von Fachworkshops im Konferenzpavillon auf der „Deutsch-Chinesischen Promenade“ und an anderen Veranstaltungsorten in Wuhan.

Wissenschaft zum Anfassen

Im Ausstellungspavillon des BMBF wurden viele der dargestellten Themen mit interaktiven Exponaten erläutert – hier gab es Wissenschaft „zum Anfassen“. Die Fraunhofer-Gesellschaft informierte über innovative Konzepte für nachhaltiges Bauen sowie über Erfindungen,die in Fraunhofer-Instituten gemacht wurden. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung als nationales Kompetenzzentrum auf dem Gebiet der nachhaltigen Raum-, Stadt- und Siedlungsentwicklung gab Einblicke zum Thema Strukturwandel. Eine Gruppe verschiedener Einrichtungen unter Führung des Karlsruher Instituts für Technologie widmete seinen Ausstellungsteil dem Thema Staub, als Beispiel für Umweltbelastungen in Großstädten. Das Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien der Universität Bremen beschäftigte sich mit der Wassernutzung und dem Erosionsschutz in stadtnahen Landschaften. iMOVE (International Marketing of Vocational Education) stellte die vielfältigen Möglichkeiten von „Training – Made in Germany“ vor, wobei der Schwerpunkt auf Berufsbildung im Wasserbereich lag. LinguaTV präsentierte sein Angebot zum innovativen Sprachenlernen mit Videos im Rahmen der beruflichenBildung. Und am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erhielten die Besucher Informationen zum „Deutsch-Chinesischen Jahr der Wissenschaft und Bildung 2009/2010“ und zum Forschungs- und Bildungs-standort Deutschland.

Ergänzende Fachworkshops

Ergänzend zu der Ausstellung im BMBF-Lotuspavillon fanden im Konferenzpavillon auf der „Deutsch-Chinesischen Promenade“ und an anderen Veranstaltungsorten in Wuhan verschiedene Fachworkshops statt: „Vermessung der Stadt“ (22. bis 24. September 2009), „Aufklärung und Globalisierung“ (24. bis 26. Oktober 2009), “Das Yangtze-Projekt – Landnutzungswandel, Bodenerosion und Massenbewegungen in hochdynamischen Ökosystemen” (25. bis 26. Oktober 2009), “Das Yangtze-Projekt – Umwelt-Auswirkungen des Drei-Schluchten-Damms und die Umsetzungen im System Schadstoff / Wasser / Sediment” (25. bis 26. Oktober 2009), „Biogener Erosionsschutz“ (27. Oktober 2009), „Berufliche Qualifizierung und lebenslanges Lernen „Made in Germany“ (28. Oktober 2009), „Bauen für die Zukunft: Forschung für nachhaltiges Bauen“ (30. Oktober 2009).

Kontakt und Links

Dr. Frank Stiller
Internationales Büro des BMBF
Frank.Stiller@dlr.de

www.deutschland-und-china.com