Mehr als 300.000 besuchen Deutsch–Chinesische Promenade mit BMBF-Pavillons in Shenyang

Die Ausstellung „Die Stadt – Der Staub – Die Sonne“ zum Thema „Nachhaltige Stadtentwicklung“ und begleitende Fachworkshops waren ein weiterer Erfolg im Deutsch-Chinesischen Jahr der Wissenschaft und Bildung 2009/2010. Mehr als 300.000 Menschen besuchten nach offiziellen chinesischen Angaben in Shenyang die „Deutsch-Chinesische Promenade“, die am 12. Juni 2009 von Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan eröffnet worden war.

Bundesministerin Schavan eröffnet den BMBF-Pavillon
Quelle: BMBF

In den Ausstellungspavillons des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) präsentierten sich vom 12. bis 20. Juni 2009 verschiedene deutsche Forschungs- und Bildungseinrichtungen, einige gemeinsam mit chinesischen Partnern. Die „Deutsch-Chinesische Promenade“ in Shenyang war Teil der dreijährigen Veranstaltungsserie „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ (DuC), die unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler und dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao steht.

Interaktive Ausstellung begeistert Besucher

Memory-Spiel mit berühmten deutschen Wissenschaftlern.
Quelle:BMBF

„Wer ist diese Forscherin und was war ihr Fachgebiet?“, derartige Fragen stellten sich die Besucher bei einem interaktiven Memoryspiel mit Kurzporträts berühmter deutscher Wissenschaftler am Stand des BMBF. So erweiterten sie spielerisch ihr Wissen über den Forschungs- und Bildungsstandort Deutschland. In Shenyang war das BMBF mit zwei Bambuspavillons vertreten: einem großen Ausstellungspavillon und einem zusätzlichen, kleineren Logistik- und Sitzungspavillon. Im Lotuspavillon stellte die Fraunhofer-Gesellschaft innovative Konzepte für nachhaltiges Bauen und nachhaltigen Verkehr vor. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, nationales Kompetenzzentrum auf dem Gebiet der nachhaltigen Raum-, Stadt- und Siedlungsentwicklung, gab Einblicke zum Thema Strukturwandel. Beispiele waren  moderne und umweltfreundliche Nutzungskonzepte für alte Industriestandorte in Deutschland. Verschiedene Einrichtungen unter Führung des Karlsruher Instituts für Technologie zeigten anhand des Themas Staub die Umweltbelastung in Großstädten auf. Die Besucher konnten unter anderem mit Mikroskopen verschiedenartige Staubpartikel kennenlernen, mit Staub- und Erdpigmenten malen, und sich über Stauberfassungs- und Luftmonitoringtechniken informieren. "Training - Made in Germany" mit Schwerpunkt Berufsbildung im Bereich der regenerativen Energien, insbesondere Photovoltaik, war das Thema des Bundesinstituts für Berufsbildung und von iMOVE (International Marketing of Vocational Education). Im Ausstellungspavillon wurden viele der dargestellten Themen mit interaktiven Exponaten erläutert, so dass die Besucher der großzügig gestalteten Ausstellung der Wissenschaft „zum Anfassen“ nahe kommen konnten. Die Exponate wurden von deutschen und chinesischen Experten sowie chinesischen Hilfskräften betreut und erläutert. Dieses Ausstellungskonzept stieß bei chinesischen wie deutschen Besuchern auf hervorragende Resonanz.

Fachworkshops im Konferenzpavillon

Ergänzend zur Ausstellung im BMBF-Lotuspavillon fanden im Konferenzpavillon der „Deutsch-Chinesischen Promenade“ vier gut besuchte deutsch-chinesische Workshops statt:

  • „Mensch-Maschine-Systeme - Interaktion und Kommunikation“ (16. Juni 2009);
  • „Siedlungsabfälle als Sekundärrohstoff - Von der Abfall- zur Kreislaufwirtschaft“ (18. Juni 2009);
  • „Nachhaltige Stadtentwicklung“ (19. Juni 2009);
  • „Deutsch-Chinesische Berufsbildungskooperation“ (20. Juni 2009).

Aufgrund des großen Erfolgs der Ausstellung und der Workshops in Shenyang plant das BMBF, sich auch bei der folgenden Station der „Deutsch-Chinesischen Promenade“ im Rahmen der Veranstaltungsserie „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ in Wuhan vom 23. bis zum 31. Oktober 2009 mit zwei Pavillons und zusätzlichen Workshops zu engagieren.

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